Fragen & Antworten

Hier finden Sie die häufig an uns gestellten Fragen und die Antworten darauf. Nichtsdestotrotz weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass bei der Vermittlung unserer Katzen die persönlichen Gespräche nicht durch die nachstehenden Antworten ersetzt werden können. Insbesondere die Hinweise zur Eingewöhnung der Katze in ihrem neuen Zuhause sind von Tier zu Tier unterschiedlich. Jede Katze ist eben anders.

Notfälle

Tiereck ist auch Medieninhaber und Herausgeber der Website www.tiersuchzentrale.at.

Auf dieser Plattform findet man eine Zusammenfassung wertvoller Tipps, um sein Tier oder den Besitzer eines zugelaufenen Tieres wieder zu finden.

Weiters kann man kostenlos entsprechende Inserate schalten, aus denen sich automatisch Suchplakate generieren lassen, die man dann nur noch auszudrucken braucht.

Auch die Verteilung auf Facebook mit dem dafür vorgesehen Button ist von dieser Seite aus leicht möglich.

Das Wichtigste in so einem Fall ist zunächst, die Katze zu sichern – sofern dies gefahrlos möglich ist. Das bedeutet, die Katze in einen Bereich zu bringen, den sie nicht verlassen kann.

Nur dann ist sichergestellt, dass der Katze auch wirklich geholfen werden kann und unser Einsatz (Anfahrt, etc.) nicht umsonst ist.

Im nächsten Schritt nehmen Sie Kontakt mit Tiereck.at auf: Am schnellsten geht das über über den Button Notfall melden! (oben am Seitenbeginn) oder über ein Posting in unsere Facebook-Gruppe.
Wir – ein Team von rund 60 Personen – prüfen Postings vor der Freigabe. Das bedeutet, wir sehen nach, ob es sich um einen Notfall handelt, organisieren uns intern und melden uns so schnell wie möglich beim Hilfesuchenden.

In der Mitteilung ist es wichtig, dass Sie uns gleich alle wichtigen Informationen übermitteln: Wie viele Katzen, wie alt, ob krank, welche Verletzungen, wie zutraulich, Standort, Ihre Kontaktdaten oder Kontaktdaten des Hilfesuchenden etc.

So können wir abschätzen, welche Hilfe wie schnell benötigt wird und entsprechend handeln.

Da wir alle ehrenamtlich im Einsatz sind, bitten wir auch darum, dass wir seitens des Hilfesuchenden, so weit als möglich, unterstützt werden: Unterbringung für ein paar Tage, bis wir einen Pflegeplatz bereitstellen können oder gegebenenfalls Transport zu einem unserer Tierärzte.

Vermittlung

Tiereck-Katzen kommen in unterschiedlichster Verfassung zu uns. In den meisten Fällen sind sie krank, verletzt oder werden überhaupt erst auf der Pflegestelle geboren. Wir behandeln sie unter tierärztlicher Aufsicht und wenn sie gesund sind, können sie schließlich vermittelt werden. Babykatzen dürfen von ihren Katzenmamas – sofern vorhanden – groß gezogen werden und können ab einem Alter von rund zwölf Wochen übernommen werden.

Reservierungen können bereits vorher erfolgen – die Übergabe jedoch erst, wenn die Kätzchen physisch und psychisch bereit dazu sind und alle Tiereck-Standards (div. Untersuchungen, Behandlungen, Impfungen etc) erledigt wurden.

Trotz der Beachtung dieser Grundregel, können wir keine Garantie dafür übernehmen, dass die Katze nach dem Umzug keine neue Krankheiten entwickelt. Insbesondere wird darauf hingewiesen, dass ein Ortswechsel, eine neue Umgebung mit neuen Menschen und gegebenenfalls neuen Tieren für Katzen große Stressfaktoren darstellen und das Immunsystem schwächen kann, sodass gesundheitliche Probleme (z.B. Augenentzündung, Pilz…) hervorgerufen werden können. In einem solchen Fall werden Sie und Ihr Schützling aber nicht alleine gelassen.

Die früher weit verbreitete Ansicht, Katzen seien Einzelgänger, ist längst überholt.

Sie rührt vermutlich daher, dass man Katzen auf ihren Jagdausflügen meist allein angetroffen hat. Also sind Katzen vielleicht Einzel-JÄGER, abseits dieser Jagdausflüge sind sie jedoch sehr soziale und gesellige Tiere, die sich alleine in einer Wohnung gehalten, nicht wohl fühlen.

Wenn man frei lebende Katzenpopulationen beobachtet, sei es auf Urlaub oder am benachbarten Bauernhof, wird man Katzen in Gruppen antreffen. Innerhalb dieser Gruppe herrscht eine gewisse Rangordnung, die Tiere pflegen einander, teilweise „adoptieren“ sie schwächere Mitglieder oder Waisen.

Katzen brauchen Artgenossen, mit denen sie spielen, toben und ab und zu einmal raufen können. Die sie putzen und "waschen", mit denen sie kuscheln, Köpfchen reiben und aneinander geschmiegt schlafen können. Katzen schauen sich viele Verhaltensweisen voneinander ab und geben sich Sicherheit.

Eine Wohnungskatze in Einzelhaltung hat in der Regel nicht genügend Beschäftigung, ist nicht ausgelastet, einsam und es wird ihr oft langweilig. Verhaltensstörungen sind die Folge: Resignation, Angst, Frustration, Protestverhalten, Unsauberkeit, Zerstörungswut oder Aggression bis hin zu psychosomatischen Erkrankungen.

Tiereck-Katzen werden natürlich auch einzeln in Haushalte vermittelt, wo bereits Katzen mit gleichen Alters oder passenden Charakter vorhanden sind. Ausgenommen sind Tiereck.at-Katzen-Pärchen die stark aneinander hängen und deswegen nicht getrennt werden.

Es gibt leider auch Katzen, die von klein auf in Einzelhaltung gehalten wurden und die nie gelernt haben, mit anderen Katzen „ihr Revier“ und „ihre Menschen“ zu teilen. Solche Katzen haben wir bei Tiereck.at eher selten, aber doch immer wieder. Da sich solche „Einzelkätzchen“ ohne Artgenossen tatsächlich wohler fühlen, vermitteln wir sie auch ausschließlich in ein Zuhause ohne weitere Artgenossen.

Für ein Kätzchen, das allein sein will, aber mit Artgenossen zusammen leben muss, ist es genauso schlimm, wie für ein Kätzchen, das sozial und verspielt ist und alleine sein muss.

Die Kätzchen kennen zu lernen, ihre Bedürfnisse auszuloten und sie entsprechend zu vermitteln – darauf kommt es an!

Es gibt aber nicht nur lustige Artgenossen, verträgliche Kätzchen oder solche, die partout alleine sein wollen – sondern auch vieles dazwischen: Also Kätzchen, die mit ruhigeren Artgenossen klar kommen. Solche, die mit Jungkätzchen klar kommen. Tiere, die mit Artgenossen klar kommen, wenn ihnen genug Raum mittels Freigang geboten wird.

Das heißt, bevor wir ein Tier als Einzelkätzchen deklarieren und als solches vermitteln, versuchen wir auch die Nuancen dazwischen auszuloten. Manchmal rührt das schlimmste Pfauchen gegenüber oder zwischen Katzen nicht aus Unverträglichkeit, sondern aus Unsicherheit, Angst – oft gar nicht gegenüber dem Artgenossen, sondern den neuen Menschen oder den ungewohnten Räumlichkeiten.

  • Habe ich genügend Zeit für mein(e) Tier(e)?
  • Passt das Tier in meinen Wohnraum?
  • Sind alle Familienmitglieder damit einverstanden?
  • Gibt es Allergien?
  • Habe ich die finanziellen Möglichkeiten für die richtige Ernährung, Pflege, Tierarzt etc.?
  • Kann ich zu Gunsten des Tieres auf meine Gewohnheiten verzichten?
  • Kann ich eine gute Versorgung für die Urlaubszeit sicherstellen?
  • Bin ich bereit, mein Tier 15 oder mehr Jahre in die Familie zu integrieren?
  • Wie gehe ich damit um, wenn sich meine Lebenssituation aufgrund von Trennung, Wohnungs- oder Arbeitsplatzwechsel ändert.

Auf unserer Website finden Sie alle zu vermittelnden Katzen mit den wichtigsten Erstinformationen: derzeitiger Status (in Behandlung, Mutterschutz, etc.), Alter, bisherige Behandlungen, Bedürfnisse (Freigänger oder Wohnungskatze), Standort und Pflegestelle.

Wenn Sie eine Vorstellung darüber haben, welcher Katze Sie ein Zuhause geben möchten, dann melden Sie sich mit diesen Informationen am besten direkt bei der entsprechenden Pflegeperson (Kontakt steht auf der Seite des Tieres) oder mittels Posting in unserer Facebook-Gruppe oder per E-Mail an office@tiereck.at.

Wir beraten Sie dann gerne näher und vereinbaren einen Kennenlernbesuch.

Als Hilfestellung dient auch unsere Tierinteressenten-Checkliste, die Sie am besten ausfüllen, scannen oder fotografieren und an office@tiereck.at senden.

Wenn der Kennenlernbesuch mit dem Tier für uns als Verantwortliche erfolgreich war und Sie bzw. Ihre Familie entschieden haben, ihm ein Für-immer-Zuhause zu schenken, dann können Sie die Katze reservieren.

Voraussetzung dafür, dass eine Katze den Status „reserviert“ erhält, ist, dass die jeweils vereinbarte Schutzgebühr der Pflegeperson übergeben oder auf das Tiereck-Konto überwiesen wird.

Bei Überweisungen bitte immer den Verwendungszweck mit SG für Schutzgebühr und den jeweiligen Tiernamen anführen, damit eine leichte Zuordnung möglich ist.

Bankverbindung

Empfänger Tiereck.at - Lavanttaler Tierhilfe
IBAN AT74 2070 6044 0071 9987
BIC KSPKAT2KXXX
Bank Kärntner Sparkasse
BLZ 20706

Der Besuch dient einerseits dazu, Sie im Rahmen des Vermittlungsgesprächs über alles Wichtige zur Katze und zur Vermittlung aufzuklären und andererseits zu ermitteln, ob Sie und die Katze gut zusammenpassen.

Nicht jede unserer Katzen ist im Verhalten zu jeder Person gleich verschmust und zutraulich. Nur in einem persönlichen Termin bekommen Sie einen richtigen Eindruck vom Charakter des Tiers.

Auch die Zeit zwischen dem Kennenlern- und dem Abholtermin ist wichtig, um spontane Entscheidungen zu vermeiden und zu verhindern, dass Katzen binnen weniger Tagen aufgrund unterschiedlichster Gründe wieder zur Pflegeperson zurückgebracht werden müssen.

Schutzvertrag

Die Vermittlung unserer Katzen erfolgt ausschließlich mittels Schutzvertrag und Tierschutzbeitrag (Schutzgebühr und Impfkosten-Anteil).

Der Schutzvertrag macht den „Tierübernehmer“ zum neuen Besitzer und somit Tierhalter mit allen Rechten und Pflichten.

Der Vertrag dient dem Schutz des Tiers – damit soll gewährleistet werden, dass unsere Schützlinge vor einem neuerlichen „Unglück“ bzw. unverhofften Verlust ihres Zuhauses bewahrt werden.

Neben der artgerechten Haltung und Einhaltung des Tierschutzgesetzes (z.B. Kastrationspflicht) wird im Schutzvertrag vor allem darauf Wert gelegt, dass das übernommene Tier nicht an dritte Personen weitergegeben (auch nicht in ein Tierheim abgegeben) wird bzw. dies nur mit unserer Einwilligung geschehen darf. Hier behält sich der Verein ein Rücknahmerecht bzw. ein Kontrollrecht der Person vor, an die das Tier übergeben werden soll. Zudem verpflichten Sie sich, dass das Tier nicht zur Zucht herangezogen bzw. die Kastrationspflicht (Bestätigung erforderlich) eingehalten wird.

Die im Schutzvertrag vereinbarten Vertragspunkte sind aber nicht nur Pflichten für den zukünftigen Besitzer – mit dem „lebenslangen Rückgaberecht“ bieten wir für Tier und Halter ein tolles „Sicherheits-Service“, sollten sich die Lebensumstände des gut ausgewählten Tierbesitzers so drastisch ändern, dass er sich von seinem Liebling/seinen Lieblingen trennen muss.

Der Schutzvertrag bildet auch die tierärztliche Versorgung (Kastration, Blut-Tests, Impfungen, div. Behandlungen) von der Aufnahme bis zur Abgabe ins neue Zuhause ab und informiert über die weitere notwendige Versorgung (z.B. Auffrischungs-Impfungen, Chip-Registrierung).

Die Vermittlung unserer Katzen erfolgt ausschließlich mittels Schutzvertrag und Tierschutzbeitrag.

Der Tierschutzbeitrag setzt sich aus der Schutzgebühr und anteilige Kosten für Schutzimpfungen zusammen.

Die Höhe der Schutzgebühr wird im Schutzvertrag festgelegt und beträgt zwischen 30 und 75 Euro.

  • Langhaar/Rasse-Mix/sonstige besondere Merkmale: einzeln € 75,- / paarweise je € 60,-
  • Kurzhaar: einzeln € 45,- / paarweise je € 30,-

Das Geld wird für die Versorgung der Tiere verwendet und stellt dabei nur einen Bruchteil – meist nicht mal ein Drittel – der tatsächlich aufgewendeten Tierarztkosten dar.

Egal wie viel Kosten wir für das jeweilige Tierchen hatten - unsere Schutzgebühr beträgt immer gleich viel!

Neben der Schutzgebühr ist pro erfolgter Impfung ein Impfkosten-ANTEIL in Höhe von 20 Euro zu entrichten.

Kastration

Seit 1. Jänner 2005 gibt es in Österreich eine gesetzliche Kastrationspflicht für Katzen und Kater.

Die Kastration und deren Bestätigung an uns ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Entsteht doch das große Tierleid überwiegend durch die „ungeplante“ Vermehrung. Nicht umsonst platzen ab spätestens der „Frühjahrs-Rolligkeit“ jedes Jahr aufs Neue die Tierheime und auch unsere Pflegestellen aus allen Nähten.

Ohne die Kastration der von uns vermittelten Tiere hätte unsere Arbeit nur halb so viel Sinn!

Eine nicht kastrierte Katze kann in fünf Jahren 12.680 Nachkommen produzieren. Da viele der notleidenden Katzen, die wir aufnehmen müssen, Streunerbabys sind, die durch schwierige Umstände (Muttertier überfahren, ungewollte und ausgesetzte Tiere) keine Überlebenschance hätten, ist die Kastration der Tiere, die wir vermitteln, ein absolutes Muss. So möchten wir sicherstellen, dass nicht noch mehr verwahrloste, kranke Streunerpopulationen entstehen und das Problem bei der Wurzel packen.

Wenn eine Katze vermittelt wird, die noch zu jung zum Kastrieren ist, wird sie nur mit der Auflage der frühest möglichen (gesundheitlich unbedenklichen) Kastration vermittelt. Für die Kastration ist uns dann eine tierärztliche Bescheinigung zu übermitteln.

Viele Laien, aber auch mache Tierfreunde glauben, weibliche Tiere werden sterilisiert, männliche hingegen kastriert. Das stimmt so nicht!

Jedes männliche und jedes weibliche Tier kann sowohl sterilisiert als auch kastriert werden.

Bei der Kastration werden die Keimdrüsen entfernt, das heißt beim männlichen Tier die Hoden, beim weiblichen Tier die Eierstöcke.
Bei der Sterilisation werden lediglich die Samen- bzw. die Eileiter durchtrennt und ein etwa ein Zentimeter langes Stück entfernt.

Eine Sterilisation verhindert zwar erfolgreich die Fortpflanzung, das ist aber auch schon alles. Unverändert bleibt das damit zusammenhängende, selbst bei Katzenfreunden nicht unbedingt beliebte Verhalten: Kater ranzen, kopulieren und bolzen weiterhin, behalten ihr Revierverhalten und markieren ihr meist recht ausgedehntes Einzugsgebiet ungetrübt nach alter Katersitte.

Die Weibchen werden noch immer rollig und paaren sich, als wäre nichts geschehen. Das im Kuschelmodus durch Körperkontakt oder bei Katerzwistigkeiten durch Verletzung erhöhte Risiko einer Infektion mit ansteckenden schweren Erkrankungen wie FIV, FeLV oder Corona bleibt bestehen.

Natürlich können sterilisierte Tiere auch weiterhin Krankheiten bekommen, die an das Vorhandensein von Geschlechtshormonen geknüpft sind oder die Geschlechtsorgane betreffen. Auch Dauerrolligkeit und Scheinträchtigkeit treten unverändert auf – mit entsprechenden Gesundheitsrisiken. Kater können unverändert an Prostatavergrößerung und -tumoren erkranken.

Zum Nachweis der Kastration genügt eine Mitteilung des Tierarztes, in der bestätigt wird, dass die Katze zu dem jeweilig festgelegten Datum (meistens im Alter von sechs Monaten) kastriert wurde. Sie muss an die ehemalige Pflegeperson übermittelt werden.

Wichtig bei der Bestätigung ist, dass der Name des Besitzers – also der, der im Schutzvertrag angegeben wurde – und der/die Namen der Tiere angeführt sind, damit eine Zuordnung erfolgen kann.

Hierfür bietet Tiereck.at auch eine Vorlage an, die verwendet werden kann. Aber auch ein kurzes E-Mail des Tierarztes an office@tiereck.at oder ein Foto vom Vermerk im Impfpass über die Kastration sind als Bestätigung ausreichend.

Haltung & Eingewöhnung

Wichtig ist, dass man zuerst mit seinem Vermieter abklärt, ob Tierhaltung in der Wohnung erlaubt ist bzw. zugelassen wird. Im besten Fall lässt man sich das schriftlich bestätigen, um später keine bösen Überraschungen zu erleben.

In vielen Mietverträgen oder in der jeweiligen Hausordnung ist das aber ohnehin geregelt und nachzulesen. Trotzdem sollte man eine explizite Anfrage an den Vermieter stellen.

Im Zuge dessen sollte z. B. bei Vorhandensein eines Balkons geklärt werden, ob dieser mit Netzen oder anderen Maßnahmen wie im Tierschutzgesetz vorgeschrieben katzensicher gestaltet werden darf. Vereinbartes sollte man auch hier wieder unbedingt schriftlich festhalten.

Es gibt selten ein Wohnungs-Kätzchen, das frische Luft, Sonnenschein, die Geräusche der Natur, kleine Insekten, den Blick in die Ferne und was man sonst noch so alles auf einem Balkon erleben kann, nicht liebt und dies dann womöglich auch einfordert. Ist der Balkon nicht ausreichend gesichert, hat man jeden Tag aufs Neue Stress und leider kommt es oft zu Unfällen, weil die Tiere abstürzen.

Auch Fenster stellen eine nicht unerhebliche Gefahrenquelle dar und sollten entsprechend gesichert werden (Kippfensterschutz).

Katzen sind abenteuerlustig, (Mäuse-/Insekten-)Jäger, gute Kletterer – ihr ganzer Körper ist für einen aktiven Alltag gebaut. Daher sollten Kätzchen, die ihr Leben in reiner Wohnungshaltung verbringen sollen, gut ausgewählt werden – mit jungen, aktiven Tieren könnte es unter Umständen irgendwann Probleme geben, weil sie etwa Freigang massiv einfordern, an Türen kratzen oder gar unsauber werden.

Weiteres sollte die Wohnung entsprechend groß sein und man für sich überlegen, ob man dem Kätzchen zu allen oder zu gewissen Räumen keinen Zutritt gewähren wird, denn oft bleiben ihnen Schlaf- oder Badezimmer verschlossen. Hier kann sich dann die „Netto-Wohnfläche“ für ein Kätzchen schnell drastisch runter reduzieren – das sollte man sich bewusst machen.

Um für Katzen die Wohnungshaltung attraktiver und weitläufiger zu gestalten und ihrem Bedürfnis nach Höhe gerecht zu werden, ist neben den obligatorischen Kratzbäumen die Installierung von Catwalks ein Hit.

Bei der Haltung von mehreren Kätzchen sollte man natürlich auf eine ausreichende Anzahl von Futterplätzen und Toiletten achten.

Von der Zusammenführung ausgeschlossen sind definierte Einzelkätzchen: Wir loten bei unseren Schützlingen soweit es geht aus, welcher Artgenossen-Typ sie sind. Also ob sie Kuschel- und Spielpartner brauchen. Ob andere Katzen geduldet werden, aber nicht unbedingt erforderlich sind. Oder ob sie ihr Revier gerne für sich alleine hätten.

Dasselbe müssen Sie unbedingt mit Ihrem/Ihren vorhanden Kätzchen tun. Damit legt man den Grundstein, dass eine Zusammenführung klappen kann.

Wie schnell eine Zusammenführung funktioniert, hängt dann stark von den jeweiligen Kätzchen ab. Hierbei spielen Charakter, aktuelle Belastbarkeit des vorhandenen Kätzchens (z.B. Gesundheit, Kumpel verstorben ...) und Alter eine wesentliche Rolle.

Aber auch Sie als Besitzer tragen wesentlich zum Gelingen bei.

Gehen wir davon aus, Sie haben Ihr vorhandenes Tier gut eingeschätzt und dementsprechend einen passenden Artgenossen ausgewählt und den Zeitpunkt der Übernahme gut getimt.

Im besten Fall haben Sie vom Besuch auf der Pflegestelle schon ein Tuch oder Ähnliches mit dem Geruch des neuen Partners mitgebracht und Ihr Kätzchen daran schnuppern lassen und unmittelbar nach dem Schnuppern eine positive Assoziation hergestellt, indem Sie Ihr Kätzchen mit seinen Lieblingsleckerlis verwöhnen.

Bevor Sie das neue Kätzchen abholen, sollten Sie einen Raum zur Eingewöhnung herrichten. Es sollte ein Raum sein, den Ihr vorhandenes Kätzchen nicht oft benützt – damit dieses nicht gleich das Gefühl vermittelt bekommt, dass ihm etwas weggenommen wird. Den Raum sollten Sie dann mit einer Höhle zum Zurückziehen, Futter und einer Katzentoilette ausstatten.

Katzen sind sehr orts- und menschenbezogen. Wenn Sie einem Kätzchen ein neues Zuhause geben, ist es zwar schön für alle Beteiligten, aber das Kätzchen weiß in dem Moment noch nicht, dass nun ein schönes Leben beginnt. Das heißt: Aufregung und Unsicherheit – weil vertraute Umgebung, Menschen und Artgenossen fehlen – sind in dieser Situation ganz normal und daher sollte man dem Kätzchen mit Raum und Zeit die Möglichkeit der Akklimatisierung geben. Stark verunsicherte Tiere könnten ansonsten im ersten Augenblick den Stress auf den neuen Artgenossen übertragen oder gar an ihnen ablassen und dieser wiederum im schlimmsten Fall verunsichert mit Pfauchen, Abwehr, bis hin zu Unsauberkeit und Fressverweigerung reagieren. Das macht die Ausgangs-Lage deutlich schwieriger – unnötigerweise.

Deshalb sollte man das Kätzchen mit der Transportbox in den hergerichteten Raum bringen, das Türchen öffnen und dann in Ruhe aussteigen und den neuen Raum inspizieren lassen. Die Transportbox kann gerne stehen bleiben. Frisst das Kätzchen mal oder benützt die Toilette, ist das ein gutes Zeichen.

Nachdem Sie das beobachtet haben, sollten auch Sie sich zurückziehen und das Kätzchen allein zur Ruhe kommen lassen. Diese Zeit können Sie nutzen, um einerseits Ihren gewohnten Tätigkeiten im Haushalt nachzugehen und sich andererseits mit Ihrem Kätzchen zu beschäftigen, damit dieses merkt „Okay, soweit alles wie immer“.

Ihr Kätzchen spürt und riecht den neuen Artgenossen ohnehin – womöglich sitzen beide an der Tür des Katzenzimmers und schnuppern und lauschen.

Die ganz perfekte Zusammenführungs-Methode wäre, am zweiten oder dritten Tag in den Türrahmen eine durchsichtige Plexiglas-Scheibe einzuschieben, durch sich die Kätzchen sehen können.

Nach weiteren zwei bis drei Tagen können die Katzen unter Beobachtung zusammengelassen werden, sofern die Reaktionen beim Anschauen der Plexiglas-Scheibe positiv verliefen. Zu Beginn ist es natürlich möglich, dass sie sich trotz bereits absolvierten Blickkontakt anpfauchen und sich verteidigen wollen.

Dann wird empfohlen, sie wieder zu trennen und am nächsten Tag einen neuen Versuch zu starten. So können sie sich langsam aneinander gewöhnen und eine Zusammenführung sollte gut klappen.

Wenn notwendig, holen Sie sich von der jeweiligen Pflegeperson, von der Sie die Katze bekommen haben, weitere Tipps. Wir unterstützen Sie sehr gerne.

Auch diese Frage ist nicht einheitlich zu beantworten. Es kommt ganz auf die jeweilige Katze (ob sie bereits Freigang gewöhnt war, wie schnell sie sich an Sie als Halter gewöhnt und eine Beziehung aufbaut, wie ängstlich, unsicher oder alt sie ist) und die Situation vor Ort an (Wohnsituation, Nachbarn, Straßen).

Es wird grundsätzlich empfohlen, dass Jungkatzen erst nach erfolgter Kastration nach draußen gelassen werden. Generell sollte auch zunächst eine Eingewöhnung im neuen Zuhause erfolgen. Diese Eingewöhnung sollte ein paar Wochen dauern, in denen sich die Katze an die neuen Räume, die neuen Menschen und Artgenossen gewöhnen kann.

Danach ist es möglich, langsam mit der Katze nach draußen zu gehen: zuerst gemeinsame stundenweise Aufenthalte, nach einiger Zeit auch alleine mit der jederzeitigen Möglichkeit, wieder ins Haus zu gelangen, bis sie irgendwann auch länger alleine draußen sein kann.

Wenn Katzen rausgelassen werden, sollte man unbedingt auf umliegende Baustellen und Gefahrenquellen achten. Die Tiere sollten am Abend zur Fütterung nach Hause kommen und dann über Nacht dort bleiben. Denn die meisten Unfälle, Verletzungen, Misshandlungen und Verschwinden von Katzen passieren in der Nacht bzw. in der Morgendämmerung.

Problembehandlung

Meist kann man Unsauberkeit einer (oder mehrerern) psychischen oder physischen Ursache zuordnen.

Schließlich darf man nicht vergessen, dass Kätzchen sich nur über ihr Verhalten ausdrücken können. Und so ist Unsauberkeit entweder ein Aufschrei der Seele: „Bitte hilf mir, ich komme mit der aktuellen Situation nicht zurecht!“ Etwa wenn dem Tier Freigang fehlt, das Kätzchen sich von einem Artgenossen dominiert fühlt oder ihm langweilig und es unterfordert ist. Oder die Unsauberkeit ist ein Warnsignal des Körpers: Dahinter stecken oft Blasenentzündungen oder wie wir es schon erlebt haben, wenn Kätzchen Kot demonstrativ mitten im Wohnraum als Hilfeschrei abgesetzt haben, starke Verwurmung. Unmittelbar nach der Behandlung, ist das Problem oft von einem Tag auf den anderen wie durch Zauberhand verschwunden.

Als Erstes sind Sie gefordert zu lokalisieren, was die Ursache für die Unsauberkeit sein kann. Meistens sind es Einflüsse von außen: also von Ihnen als Halter (Vielleicht sind Sie in letzter Zeit weniger Zuhause?), durch neue Artgenossen, andere Stressfaktoren oder auch scheinbar Banales wie ein neuer Raumduft, auf den das Kätzchen reagiert.

Das heißt, Sie müssen überlegen, wann die Unsauberkeit begann und was sich unmittelbar davor verändert hat.

Sollten keine dieser Gründe die Ursache sein, wird empfohlen, Standort sowie Art des Katzenklos (mit oder ohne Dach, Einstieg zu hoch, Einstiegsklappe entfernen, Art des Streus) und auch die Anzahl der Katzenklos zu überprüfen. Je mehr Katzen im Haushalt sind (insbesondere bei Wohnungshaltung), desto mehr Toiletten sollten den Tieren zur Verfügung stehen. Außerdem sollte überprüft werden, ob die Katze zusätzlichem Stress ausgesetzt ist, wie Änderung der Tagesabläufe oder der Umgebung.

Trifft nichts davon zu, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, um gesundheitliche Probleme und Krankheiten wie Blasenentzündung, Harnsteine oder anderes organisches Leiden (z.B. Nieren) ausschließen zu können.

Wenn auch diese Faktoren ausgeschlossen werden können und trotzdem keine Besserung eingetreten ist, wird empfohlen, eine Tierverhaltens-Forscher/-trainerin zu Rate zu ziehen.

Bei der Eingewöhnung ist es wichtig, mit der jeweiligen Pflegeperson, von der Sie die Katze bekommen haben, in Kontakt zu bleiben.

Sie kennt Ihre neue Katze bisweilen am besten und kann dementsprechend nützliche Tipps geben. Wichtig ist es auch, den Katzen Zeit zur Eingewöhnung zu geben. Immerhin ist für sie nun alles neu.

Wenn nach vielen Bemühungen und Wochen es trotzdem nicht gelingt, dass sich die Katzen entspannen und sich auf ihr neues Zuhause einzulassen, nehmen wir das Tier natürlich wieder zurück und versuchen für Sie eine geeignetere Katze zu finden.

Verein

Wir sind ein seit 2011 registrierter und bei der Bezirkshauptmannschaft gemeldeter Verein.

Als aktuell rund 60-köpfiges Team setzen wir uns engagiert für den Tierschutz im Lavanttal und wenn notwendig darüber hinaus ein.

Wir betreiben kein Tierheim im herkömmlichen Sinn, sondern bringen Notfälle auf unseren privaten und gemeldeten Pflegestellen unter, wo sie optimal ver- und umsorgt werden.

Da wir eine private Tierschutzorganisation sind - ohne öffentliche Einrichtung (Tierheim), haben wir nicht automatisch Anspruch auf öffentliche Fördergelder von zum Beispiel Land oder Gemeinde.

Also müssen wir für die gesamte Tierversorgung selbst aufkommen. Das machen wir durch viele Veranstaltungen wie zum Beispiel Oster- und Weihnachtsmärkte, Flohmärkte und was uns sonst noch so einfällt. Da diese Veranstaltungen aber sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmen, so wie die eigentliche Tierschutzarbeit auch, ist es damit allein nicht zu schaffen und so sind wir auf Spender mit großem Herz für Tiere angewiesen.

Unsere Arbeit kann man aber auch als unterstützendes Mitglied und unsere Notfälle durch die Übernahme von Patenschaften fördern.

Pro Jahr retten, bergen und übernehmen wir weit mehr als 500 Tiere, bringen sie anschließend auf unseren Pflegestellen unter und lassen sie umfassend tierärztlich versorgen. Viele dieser Tiere sind schwer krank oder verletzt. Aber auch schon allein die Grundversorgung mit Untersuchung, Parasiten- und Symptombehandlung (Schnupfen, Augen-Entzündungen, Durchfall, Pilz etc), Blut-Untersuchungen, Impfungen oder Kastrationen gehen enorm ins Geld. Der Tierschutzbeitrag, den wir im Zuge einer Vermittlung einheben, deckt davon nicht einmal ein Drittel. Und man darf nicht vergessen, dass wir – trotz intensiver Bemühungen und tierärztlicher Versorgungen – nicht mehr allen Tieren helfen können: Bei manchen ist eine Krankheit schon zu weit fortgeschritten oder sie müssen nach einem Unfall trotz Not-OP und Klinik-Aufenthalt erlöst werden. Neben einem gebrochenen Herz lassen sie hohe Kosten zurück.

Zudem ist uns der Präventiv-Tierschutz wichtig – ein Teil davon ist die Eindämmung der Vermehrung von Streunerpopulationen / besitzerlos lebenden Hauskatzen mittels Kastration. Im Zuge der Kastrationen werden immer auch die Verletzungen behandelt und die Tiere von Parasiten befreit. Das kostet pro Katze viel Geld – nur Spenden können diese Arbeit und Versorgung sicherstellen.

Alle unsere Mitglieder (Pflegestellen, Fahrer etc) arbeiten ehrenamtlich. Das bedeutet, sie bekommen für ihre aufopfernde Tätigkeit kein Geld – nicht einmal Abgeltung für Aufwendungen, sie sich im „Tierschutz-Alltag“ ergeben. Als Beispiel fahren aktive Vereinsmitglieder pro Jahr weit mehr als 50.000 Kilometer von einem Notfall zum anderen, zu Kastrationsprojekten und absolvieren interne Versorgungslieferungen ohne Kostenersatz.

Wir vermitteln Tiere, die bei uns aus persönlichen/familiären Gründen von den Besitzern abgegeben oder im Rahmen von Kastrations-Projekten aus Streunerpopulationen oder von Bauernhöfen übernommen werden, ebenso wie Notfall-Tiere, die zugelaufen sind oder auch verletzt aufgefunden werden.

Wir sind ein Tierschutzverein für alle Tiere.

Aber im Gegensatz zum Ausland wie etwa in Russland oder Rumänien, wo es neben Katzen unzählige streunende Hunde gibt, ist in Kärnten unser Hauptaufgabengebiet die überbordende Problematik von entlaufenen, ausgesetzten und unkastriert streunenden besitzerlosen Katzen. So haben wir uns auf diesen Bereich auch ganz klar spezialisiert – von Rettung und Bergung über die Versorgung bis hin zur artgerechten, individuell passenden Vermittlung.

Tieren und deren Besitzern helfen kann man aber auch durch die Such- und Rückführungshilfe von entlaufenen Tieren. Und hier gibt es neben Katzen, leider viele Hunde, aber auch Kaninchen oder Vögel. Auch in diesem Bereich sind unsere Bemühungen intensiv und unsere eigens dazu gegründete, erfolgreiche Plattform die Tiersuchzentrale.at.

Notrufe erhalten wir aber auch im Zusammenhang mit Vögeln, Igeln und anderen kleinen Wildtieren – hier können wir oft schnelle Hilfestellung leisten, indem wir Kontakt zu speziellen Einrichtungen und Auffangstationen herstellen.